Standard weicht, Spaß bleibt! 23.07.18

Zu unserem Sortiment der kaputten Gegenstände gehört neben dem mittlerweile 4. gebrochenen Campingstuhl, ein durchgeschmolzener Campingtisch. Wir haben lange überlegt wofür das durchgeschmorte Loch ein Nutzen haben könnte und sind zu keinem Ergebnis gekommen. Habt ihr da vielleicht eine Idee? Lukas 4. Campingstuhl wird inzwischen mit viel Tape zusammengehalten, sodass er einigermaßen besitzbar ist. Jedoch befindet er sich schon fast in der stabilen Seitenlage (was sich für einige Abende schon als ein Vorteil erwies). Doch ist für den Bruch der Stühle einzig und allein sein Gewicht verantwortlich (obwohl er nichtmal liest).

So machten sich der schwergewichtige sorgengeplagte Stuhlbrecher und sein etwas leichterer Sumoringerfreund auf den Weg, mit kurzen zwischen Stopp zum snäggen, zum nächsten Nationalpark Rokua. Lucca wagte es sich kurz auf das Klo zurück zu ziehen und lies Lukas damit an der ungeschützten Front zurück. Er versuchte mit einigen strategischen Zügen nicht auffällig in der kahlen Empfangshalle zu wirken, jedoch fiel er genau ins Visier des überaus eifrigen Touristeninformantem. Nachdem er an Lukas zittrig ängstlicher Stimme bemerkte, dass er wohl nicht aus diesem Lande stammt, traf er mit der Frage:“ kommst du aus Deutschland?“ direkt ins Schwarze. Somit wurden wir (zur Abwechslung mal) ausführlich über den Nationalpark informiert. Wir erfuhren, dass die morgige Route in dem zum Nationalpark des Jahres 2018 gewählten Naturschutzgebiet verläuft. Der gigantische Sandberg, den wir morgen besteigen werden (die Tiefe des Sandes mißt an manchen Stellen bis zu ca. 100 Meter) ist ein Ergebnis, der damaligen Eiszeit. Durch die großen Eisbrocken die in der Sanddüne steckten und später erst schmolzen, sind heute nur noch sogenannte „Toteislöcher“ übrig und manche von ihnen sind sogar begehbar. Durch den Sand und das wenige Wasser sind nur wenige Kleinpflanzen im Stande, in dieser Umgebung zu wachsen. Da es dort auch keine Rentiere gibt, ist dies die optimale Zone für die „Rentierflechte“. Diese soll das komplette Gebiet weitreichend bedecken. So genug Infos für heute, wir wollten nur auch mal was kluges sagen.

Um möglichst nah am Startpunkt unser Camp aufzuschlagen, beschlossen wir heute unsere Ansprüche nach unten zu schrauben und zelten jetzt an einem weit unter unseren Standard gelegenen Platz. Die große Begeisterung über die Übernachtungsmöglichkeit wurde durch den (mal wieder) plötzlichen Regenfall dick und fett unterstrichen. So wurden Gaskocher und co. im Regen stehen gelassen. Funktionieren aber noch 👏🏾👏🏾

Da unsere Hygiene sowie so schon jegliche Vorschriften missachtet, machte es heute auch nichts das Geschirr zwischen Schilf und Seerosen „abzuspülen“. Zumindest sieht es wieder sauber aus!

3 Kommentare zu „Standard weicht, Spaß bleibt! 23.07.18

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