Oh du schönes Finnland 24.07.18

Nach der Übernachtung auf dem 1 3/4 Sterne Platz, machten wir uns zur Abwechslung mal überpünktlich mit gepackten Rucksäcken auf den Weg zum Nationalpark. Angekommen und perfekt vorbereitet stapften Captain Hinkebein und Humpelstilzchen los, doch schon nach kurzer Zeit durfte der Wandersmann Lucca feststellen, dass sein Gang ungewohnt angenehm verläuft. Er schaute an sich hinab und ahnte, dass seine Wanderschuhe wohl in Ali’s Gefährt sein müssen. Mit passenden Schuhen ausgestattet, wagten wir einen weiteren Versuch.

Wir machten uns auf die Socken, den gigantischen Sandberg zu erklimmen. Entlang von Dünen und kleinen Seen strebten wir unser Mittagsziel an. Der Touristeninformant garantierte uns völlige Ruhe und Einsamkeit. Doch die Geräuschsexperten entnahmen ein ungewöhnlich hohen Stimmklang aus Finnlands Natur, den sie trotz ihres breit gefächerten, naturbiologischen Wissen, keiner Tierart zuordnen konnten. Es handelte sich dabei wohl um die weiterverbreitete Spezies: Kinder! Und dort gleich hunderte von ihnen auf einem Haufen, die zusammen einen Geburtstag feierten. So mussten wir unser Mittagessen auf dem Boden verbringen und dem Schatten hinterher kriechen.

Da es heute an die 30 Grad hatte und wir mit unserer 0,7er Wasserflasche nicht optimal hydriert waren, durften wir am Ende der Rute erst mal Seewasser abkochen. Dabei wurde die Geduld auf eine Probe gestellt! Es hat Jahre gedauert bis das Wasser trinkbar war, ohne sich den Mund zu verbrennen. Unser eigentliches Tagesziel befand sich in der Mitte der Strecke. So hielten wir an einem „geeigneten“ Camp an. Doch die angekommenen, ausgehungerten Anglerfreunde mussten zu ihrem Pech feststellen, dass es keine vorhandenen Sitzmöglichkeiten gab. Die sibirischen Packesel entschlossen sich dazu, ein Schutzcamp weiter zu ziehen. Gereizt stellten die stark schwitzenden, sitzbedürftigen Sportsfreunde jedoch fest, dass es sowas wie eine „Bank“ an diesem Tag wohl nicht mehr geben wird. So fand auch die zweite Mahlzeit wieder auf dem Boden der Tatsachen statt, diesmal jedoch auf einem Steg mit rundum Blick auf den See. Zum Glück entdeckten wir eine geeignete Stelle um die Gemüter ab zu kühlen.

Der morgige Streckenabschnitt wird dadurch wohl etwas kürzer als geplant. Auf Grund dessen wird die Urlaubskasse ungeplant zusätzlich strapaziert.

2 Kommentare zu „Oh du schönes Finnland 24.07.18

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