The time of silence 17.08.19

Zum gestrigen Ereignis:

Nach einer sieben stündigen Autofahrt wollten wir uns noch schnell mal die Beine vertreten. Fehlendes Equipment wie Stirnlampen und Lebensmittel, wurden noch kurz vor Ladenschluss besorgt!

Zur Abwechslung mal gut im Zeitplan haben wir die auf dem Rücken zu tragenden Taschen mit dem prächtigen Proviant befüllt und so sollte es dann also los gehen!

Doch es wären nicht wir, wenn alles glatt laufen würde! Lucca ( wer sonst ) öffnete voller Euphorie seine teuere tragbare Taschenlampenverpackung und ihm viel voller Schrecken, der fehlende Stirnstrahler auf. Nach einigen enttäuschenden Anrufen, musste MC Gyver mal wieder sehr tief in die Tricktasche greifen! ( siehe Anhang )

Der scheinbar doch nicht so laufbegeisterte Lucca durfte nach bereits 30 Minuten schweißgebadet ( siehe Anhang ) seine erste Haferkraftriegelpause antreten!

Am ersten nicht nötigen Notausstieg wurde die kurzärmlige Oberkörperbedeckung gegen „frische“ langärmelige Shirts ausgetauscht. Schon da bemerkte Lucca ( wer sonst ) einen ihn bereits bekannten Duft! Sein Gipfeldosenbier hatte sich in der Tasche verteilt. Das lässig lockere Langarmshirt roch so wie nach einer etwas eskalierenden Kneipentour!

Die grandiose Sicht auf Salzburg bei Nacht, ließ die kommende Müdigkeit in den Hintergrund treten. Selbst der Regenschauer konnte uns nichts anhaben und so ging es den schier unerklimbaren Höhenzug mit starkem Gegenwind nach oben!

Gegen Mitternacht am Gipfel an einer windgeschützen Stelle angekommen, genossen wir unsere wohlverdiente Brotzeit mit Wurscht, Bier, Gemüse und Kaffe!

Wir ahnten bereits, dass der anstrengende Abstieg eine Tortur werden würde! Nach 3 Stunden, einen Kuhangriff, 12 Sumpfübergänge, 7 fast gerissenen Bändern, 10 Schreckanfällen verursacht durch vermeintliche Gestallten und bis zum Anschlag gereizten Nerven kamen wir zerstört am Parkplatz an!

Kleines Zitat am Ende: „Falls ich stürze, lass mich zurück ich muss schlafen“

Ab in den Süden

Die schreibbegeisterten spontanen speziellen Sportler springen hoch motiviert in ihr bekanntes Schneckenmobil, um sich in österreichs Alpinenlandschaft erneut zu beweisen.

Es ist genull nau Uhr. Und jetzt zum Wetter. Das Tiefdruckgebiet Thorsten macht sich mit erhöhter Regen- und Gewitterwahrscheinlichkeit auf den Weg über österreich Gebirgskette und sorgt in der kommenden Woche für unbeständiges Wetter mit wenig Sonnenstunden“ und hiermit zurück ins Studio“

Wie immer für alles gewappnet ( Packen ist ja bekanntlich nicht unsere Stärke) wurden Bergschuh und Klettergurt gegen Strandbier und Zehtrenner eingetauscht!

Hoch motiviert ging es also nach Bella Italia. Durchgegart ohne Klimaanlage und mit mehr Glück als Verstand, strandeten wir an einem dezent überlaufenden Familiencampingplatz.

Der erste Abend an der touristischen Strandpromenade startetet mit einem lockeren Abendmarsch. Angekommen in der ersten Bar, wurde uns zu unserer reichlichen Rechnung zusätzlich noch ein trauriger teurer Toast an den Tisch gebracht ohne ihn bestellt zu haben. Trotz anhaltender Reklamation zogen wir am Ende den kürzeren!

Ein paar Übernachtungen später kamen Dick und Doof auf die Idee den italienischen Bergen ein bedeutsamen Besuch abzustatten! Ohne jegliche Vorbereitung bzw überhaupt ein Ankunftsziel machten sich die beiden bayerischen bergbegeisterten Buben auf ins Unbekannte! Nach einer Stunde Fahrt und gefühlt 100 Absagen von Campingplätzen wurde uns schnell klar, dass die Zehentrenner wohl bestehen bleiben werden.

So ging es nach Cavallino-Treporti und unser Sportdefizit wurde durch Traniningseinheiten beim Einhantelfitnessstudiotrainer Lukas und Wettkämpfen im Beachvolleyball ausgeglichen!

Heute werden wir auf dem Rückweg unseren ersten Nachtklettersteig antreten! Bericht folgt

Griabige Gipfelübernachtung 22.06.19

Vier Tage frei, schlechte Ideen herbei, denn im Hirn nur Brei.

Der eigentliche Plan war es, einen Keller in Voralberg zur Partyhochburg umzubauen und den gierigen Geldbeutel zu füttern. Doch der Karmagott schlug Lukas direkt ins Gesicht und bescherte ihm in drei Tagen, 2 Wespenstiche im selben Moment, +zwei Schnitte, wovon einer genäht werden musste. So hatte sich das Arbeiten schnell erledigt.

Was ein Zufall, dass unsere Reise nach Finnland vor genau einem Jahr begann. Aus gegebenem Anlass, kamen wir auf den grandiosen Einfall uns wieder einmal als Packesel zur schau zu stellen und eine Gipfelübernachtung in den wunderschönen Alpen zu planen. Da wir zum Übertreiben neigen, packten wir vielleicht ein wenig mehr als das „Nötigste“ ein.

Packliste für eine Nacht pro Person:

1. Zelt

2. Klamotten für ca. 3 Tage

3. ein Bier

4. 1 Ster Holz (auf zwei Rucksäcke verteilt, siehe Anhang)

5. 1 Kilo Gnocchis

6. Soße

7. Hühnersuppe

8. ein Bier

9. Geschirr

10. Schnaps (natürlich nur gegen die Kälte)

11. zu viel Wasser

12. ein Bier

13. Musikbox

14. Tolles Tarp

15. Isomatte

16. ein Bier

17. Schlafsack

18. Wechselschuh

19. kleiner Klappstuhl (7€ bestens Investiert)

20. Hundefutter

21. ein Bier

22. Gaskocher (ohne Gasflasche)

23. Mülltüten

24. Kaffee (ganz wichtig)

25. Milch + Müsli (keine Haferflocken)

26. ein Bier

Die hemmungslosen Hochgebirgsträger kamen auch mit dem doppelten Körpergewichts an. Der kleine Bergsee glich trotz des Sommerbeginns, dem schollenreichen offen Meer der Antarktis. Wir schlugen unsere Zelte auf und machten uns auf die Suche nach Stützen für unser tolles Tarp. Diese werden wir wohl unserer Packliste hinzufügen müssen.

Bei der Vorbereitung des Abendmahls durften wir feststellen, dass der neuerworbenen Gaskocher ohne die notwendige Kartusche nach Oben geschleppt wurde. Doch aufgrund der erworbenen Survivalkenntnisse aus Finnland, kochten wir über dem offenen Feuer unsere Italienische Küche. Das gefährliche Gipfelgewitter sorgte für ein unvergessliches Erlebnis unter dem tollen Tarp.

Daheim angekommen, nutzten wir das schlechte Wetter und investierten einige Stunde für einen unverwechselbaren Schweinebraten mit selbstgemachte Knödeln und Rotkraut. Leider im negativen Sinne, erreichte das Essen den Gesamtschnitt von 4,2.

Ein Tag am Fels 01.06.19

Eine neue Enttäuschung war, dass uns die Touristinformationsdame zwar in der Nähe den ein oder anderen Klettersteig nannte, aber diese meist wegen der anhaltenden Schneemassen geschlossen bleiben. Die kletterlustigen kickbedürftigen Kaltbiertrinker ließen sich davon aber nicht abhalten, die anspruchsvolle Kraftprüfung am neu gesichteten Hausberg anzutreten.

Mit der Idee im Hinterkopf den Hirschberg zusätzlich zu besteigen, packten wir unsere Rucksäcke bis zum Anschlag mit essbaren Proviant und schaumigen Stimmungsmachern voll.

Auf der Hälfte des Steigs trafen wir auf ein junges Paar, dessen weibliche Rolle sich als deutlich dominant ambitionierter Part herausstellte und ihren kraftlosen Kuschelpartner rücksichtslos hinter sich her zog. Trotzdem wurden gegenseitige Erlebnisse ausgetauscht.

Statt des Hirschbergs, haben wir den Einstündige Klettersteig überraschenderweise drei mal bezwungen.

Die Idylle der Alpen wurde leider durch eine Moped-Marathon gestört. Immer wieder krochen die offensichtlich trinkfreudigen tuckernden Tanten den steilen Hang hinauf. Als Entschädigung bekamen wir ein sogenannten „Bergsteigerschnaps“ da wir, Zitat: „aussehen als könnte man uns duzen“.

Morgen geht es wieder Richtung Heimat.

Die längsten 45 Minuten 31.05.19

Ein verlängertes Wochenende steht an und die beiden Berg begeisterten bayerischen Buben wollten die im Winter verloren gegangene Kondition mal wieder zum Leben erwecken und den fleißig angefressenes Ranzen wieder hinter die Gurtschnallen des Rucksacks packen!

Der erste Tag unseres Kurztrips ähnelte sehr unserem Finnischen Lifestyles! Viele Getränke, wenig Gedenke! Aber wer es nicht im Kopf hat, hat es ja bekanntlich in den Beinen… diese wurden heute reichlich benutzt! Laut diesem Internez, sollte der Klettersteig 45 Minuten dauern! 7 h später sitzen wir erschöpft aber zufrieden im Auto.

Dank einer netten einheimischen Wandersfrau, die ungefragt zu einer Dritten Pfadbegleiterin wurde, haben wir überhaupt den schwer auffindbaren Einstieg gefunden! Dieser schlammbedeckte Hang war aber anstatt mit einem Seil zum hochziehen, nur mit umgestürzten Bäumen übersät!

Entlang eines Baches und inmitten einer tiefen talverbundenen, tropfenden Schlucht, galt es den ersten Part unseres Route zu bewältigen. Doch leider stiegen wir eine Station zu früh aus und durften mit großer Begeisterung einer langen Teersstraße folgen! Motzend und keifend begegnetet wir dort unerwartet wieder auf unseren Österreichischen Engel, die uns den nächsten Einstieg schilderte!

Trotz der schlechten Beschilderung und mangelhafter Ortskenntnisse, meisterten wir den kurzen knackigen Klettersteig „Kapf“mit bravur und wagten uns sogar im Abstieg an den parallel laufenden Klettersteig „Kessi“ als kleines Gutti für den letzten Kick!

Danke an den Karmagott für das gute Wetter heute!

o

Neues wagen 25.05.2019

Um die Alpen nicht zu überlasten, planten wir ein Klettersteig in der Umgebung von Nürnbersch zu erklimmen. Lukas wollte heraus finden, ob es auch im scheinbar faden, fränkischen Flachland eine Herausforderung für seine Kletterkünste gibt. Getrieben durch die Enge der Südstadt, folgte der bayrisch Bier bevorzugende Bergfreund Lukas dem Ruf der Wildnis und durchstöberte das Internet nach Klettersteigen in Nürnbergs Umgebung.

Lucca setzte seine vier Räder in Bewegung und steuerte in Richtung Neuland. Um der fehlenden Intelligenz ein Schritt voraus zu sein, beschlossen wir, alles sonst übliche daheim zu lassen:

– Wasserflaschen

– Wanderschuhe

– Wanderhosen

– Rucksäcke

– Brotzeit

Voller Motivation legten wir unsere überlebenswichtige Ausrüstung an und Dick fragte Doof wo denn seine Handschuhe seien. Wenig überrascht erfolgte ein erfinderischer Einfall. Das neue Design eines ursprünglichen Gartenhandschuhes (sie Anhang) überzeugt (oder auch nicht) nun mit fabelhafter Fingerfreiheit.

Keiner der „erfahrenen“ Alpinisten traute dem Berglosen Gelände jegliche Art einer Herausforderung zu. Doch schon am ersten Felsen wurde klar, dass die grandiose Idee heute mal in Sportschuhen und kurzer Hose zu klettern, sich als komplett gestört herausstellte. Durch die unerwartet schwierig Passagen rutschend und der neuen Erfahrung, auch mal Bergab zu klettern, wurden wir mit wunderschönen Ausblicken Belohnt.

Um sich mal wieder was zu gönnen #mangönntsichjasonstnichts gab es heute Abend selbstgemachte extravagante Burger.

Schee wars aber where is the Gipfel ?!

#Safebutugly 20.04.19

Die bevorzugt Biertrinkenden Bergsteigerburschen betraten behutsam befremdliches Berggebiet. Schon zu Beginn, galt es einen Fluss mit einer schwierig schwingenden Seilbrücke zu überqueren. Lucca musste natürlich übertreiben und sich in die Tiefe stürzen, doch er vergaß wohl den sichernden Klettergurt. Ohne eine leise Ahnung, welchen großen Fehler er begangen hatte, baumelte er seelenruhig über dem Fluss. Der selbst ernannte Hobbyfotograf führt plötzlich einen wilden Indianertanz auf und versuchte wild gestikulierend dem schwingenden Seilkletterer über den tosenden Fluss verständlich zu machen, dass er gerade unfreiwillig Gewicht abgeworfen hatte. Erste Vermutungen waren Handy oder Geldbeutel. Schnell wurde jedoch klar, dass die in Finnland erworbenen Musikbox, baden gegangen ist.

Die Suche wurde wegen reißenden Strömen abgebrochen.

Um nicht weiter wie ein fehlplatzierter Fahrradfahrer rüber zu kommen, wurde heute in die eigene Sicherheit investiert. Der Verkäufer riet Lukas lieber nicht in den Spiegel zu schauen. #safebutugly

Mit dem neu erworbenen Helm und ohne Box ging es heute entlang eines wilden Wasserfalls. Zufrieden lassen wir den Abend am Grill ausklingen.

Terve !