Ein Tag am Fels 01.06.19

Eine neue Enttäuschung war, dass uns die Touristinformationsdame zwar in der Nähe den ein oder anderen Klettersteig nannte, aber diese meist wegen der anhaltenden Schneemassen geschlossen bleiben. Die kletterlustigen kickbedürftigen Kaltbiertrinker ließen sich davon aber nicht abhalten, die anspruchsvolle Kraftprüfung am neu gesichteten Hausberg anzutreten.

Mit der Idee im Hinterkopf den Hirschberg zusätzlich zu besteigen, packten wir unsere Rucksäcke bis zum Anschlag mit essbaren Proviant und schaumigen Stimmungsmachern voll.

Auf der Hälfte des Steigs trafen wir auf ein junges Paar, dessen weibliche Rolle sich als deutlich dominant ambitionierter Part herausstellte und ihren kraftlosen Kuschelpartner rücksichtslos hinter sich her zog. Trotzdem wurden gegenseitige Erlebnisse ausgetauscht.

Statt des Hirschbergs, haben wir den Einstündige Klettersteig überraschenderweise drei mal bezwungen.

Die Idylle der Alpen wurde leider durch eine Moped-Marathon gestört. Immer wieder krochen die offensichtlich trinkfreudigen tuckernden Tanten den steilen Hang hinauf. Als Entschädigung bekamen wir ein sogenannten „Bergsteigerschnaps“ da wir, Zitat: „aussehen als könnte man uns duzen“.

Morgen geht es wieder Richtung Heimat.

Die längsten 45 Minuten 31.05.19

Ein verlängertes Wochenende steht an und die beiden Berg begeisterten bayerischen Buben wollten die im Winter verloren gegangene Kondition mal wieder zum Leben erwecken und den fleißig angefressenes Ranzen wieder hinter die Gurtschnallen des Rucksacks packen!

Der erste Tag unseres Kurztrips ähnelte sehr unserem Finnischen Lifestyles! Viele Getränke, wenig Gedenke! Aber wer es nicht im Kopf hat, hat es ja bekanntlich in den Beinen… diese wurden heute reichlich benutzt! Laut diesem Internez, sollte der Klettersteig 45 Minuten dauern! 7 h später sitzen wir erschöpft aber zufrieden im Auto.

Dank einer netten einheimischen Wandersfrau, die ungefragt zu einer Dritten Pfadbegleiterin wurde, haben wir überhaupt den schwer auffindbaren Einstieg gefunden! Dieser schlammbedeckte Hang war aber anstatt mit einem Seil zum hochziehen, nur mit umgestürzten Bäumen übersät!

Entlang eines Baches und inmitten einer tiefen talverbundenen, tropfenden Schlucht, galt es den ersten Part unseres Route zu bewältigen. Doch leider stiegen wir eine Station zu früh aus und durften mit großer Begeisterung einer langen Teersstraße folgen! Motzend und keifend begegnetet wir dort unerwartet wieder auf unseren Österreichischen Engel, die uns den nächsten Einstieg schilderte!

Trotz der schlechten Beschilderung und mangelhafter Ortskenntnisse, meisterten wir den kurzen knackigen Klettersteig „Kapf“mit bravur und wagten uns sogar im Abstieg an den parallel laufenden Klettersteig „Kessi“ als kleines Gutti für den letzten Kick!

Danke an den Karmagott für das gute Wetter heute!

o

Neues wagen 25.05.2019

Um die Alpen nicht zu überlasten, planten wir ein Klettersteig in der Umgebung von Nürnbersch zu erklimmen. Lukas wollte heraus finden, ob es auch im scheinbar faden, fränkischen Flachland eine Herausforderung für seine Kletterkünste gibt. Getrieben durch die Enge der Südstadt, folgte der bayrisch Bier bevorzugende Bergfreund Lukas dem Ruf der Wildnis und durchstöberte das Internet nach Klettersteigen in Nürnbergs Umgebung.

Lucca setzte seine vier Räder in Bewegung und steuerte in Richtung Neuland. Um der fehlenden Intelligenz ein Schritt voraus zu sein, beschlossen wir, alles sonst übliche daheim zu lassen:

– Wasserflaschen

– Wanderschuhe

– Wanderhosen

– Rucksäcke

– Brotzeit

Voller Motivation legten wir unsere überlebenswichtige Ausrüstung an und Dick fragte Doof wo denn seine Handschuhe seien. Wenig überrascht erfolgte ein erfinderischer Einfall. Das neue Design eines ursprünglichen Gartenhandschuhes (sie Anhang) überzeugt (oder auch nicht) nun mit fabelhafter Fingerfreiheit.

Keiner der „erfahrenen“ Alpinisten traute dem Berglosen Gelände jegliche Art einer Herausforderung zu. Doch schon am ersten Felsen wurde klar, dass die grandiose Idee heute mal in Sportschuhen und kurzer Hose zu klettern, sich als komplett gestört herausstellte. Durch die unerwartet schwierig Passagen rutschend und der neuen Erfahrung, auch mal Bergab zu klettern, wurden wir mit wunderschönen Ausblicken Belohnt.

Um sich mal wieder was zu gönnen #mangönntsichjasonstnichts gab es heute Abend selbstgemachte extravagante Burger.

Schee wars aber where is the Gipfel ?!

#Safebutugly 20.04.19

Die bevorzugt Biertrinkenden Bergsteigerburschen betraten behutsam befremdliches Berggebiet. Schon zu Beginn, galt es einen Fluss mit einer schwierig schwingenden Seilbrücke zu überqueren. Lucca musste natürlich übertreiben und sich in die Tiefe stürzen, doch er vergaß wohl den sichernden Klettergurt. Ohne eine leise Ahnung, welchen großen Fehler er begangen hatte, baumelte er seelenruhig über dem Fluss. Der selbst ernannte Hobbyfotograf führt plötzlich einen wilden Indianertanz auf und versuchte wild gestikulierend dem schwingenden Seilkletterer über den tosenden Fluss verständlich zu machen, dass er gerade unfreiwillig Gewicht abgeworfen hatte. Erste Vermutungen waren Handy oder Geldbeutel. Schnell wurde jedoch klar, dass die in Finnland erworbenen Musikbox, baden gegangen ist.

Die Suche wurde wegen reißenden Strömen abgebrochen.

Um nicht weiter wie ein fehlplatzierter Fahrradfahrer rüber zu kommen, wurde heute in die eigene Sicherheit investiert. Der Verkäufer riet Lukas lieber nicht in den Spiegel zu schauen. #safebutugly

Mit dem neu erworbenen Helm und ohne Box ging es heute entlang eines wilden Wasserfalls. Zufrieden lassen wir den Abend am Grill ausklingen.

Terve !

Komplette (Reiz)überflutung 19.04.19

Die Feiertage stehen an! Endlich Frühling und die beruflich gezwungenen zechenden Zimmerer begeben sich wieder auf „große“ Reise! Die von Lukas auf dem Silbertablett servierten Vorschläge, nahm Lucca mit geringer Kenntnisnahme dankend an.

Voller Vorfreude packten wir unsere Sachen. Mit unserem Schneckenhaus auf dem Rücken krochen wir über österreichische Landstraße in die Nähe unseres Zielortes „Mayerhofen“.

Beim bepacken des mobilen Hauses, bemerkten wir ein Plätschern aus der Wohnkabine. Panisch suchten wir nach dem Leck und stellten überrascht fest, dass das Bad/ missbraucht als Gepäckstauraum komplett unter Wasser stand. Lukas’s Schuhe schwammen wie ein U-Boot und steuerten Richtung Innenraum.

Der bildende Part, Zeitung, wurde leider in Lukas Schiffe investiert und sorgten für ein trockenes Schuhwerk in Österreich.

Nach jungfräulich engen Straßen und einem Minenartigen Tunnel (der Pickup passte wie die Faust aufs Auge durch ) fuhren wir mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 120 Litern in die Nähe von Mayerhofen, auf ein abgelegenen Berg und bereiteten unsere Nächtigung vor.

Zum entspannten Saisonstart, entschieden wir uns für einen griabigen Klettersteig Stufe D+ ( Klettersteige werden von A – E skaliert). Wir starteten direkt mit einem anspruchslosen Überhang und uns schoss das Adrenalin in den Körper.

Da das Lehrlingsgehalt knapp ist, mussten unsere Fahrradhelme mal wieder dran glauben. Belohnt wurden wir mit einem Bier und gratis Schnaps #mannimmtwasmankriegt auf einer Sonnenterrasse mit Bergpanorama.

Wir befinden uns nicht in Finnland und so sahen wir uns gezwungen einen Campingplatz aufzusuchen.

Wir freuen uns mal wieder den Blog zu aktivieren und hoffen auf unsere treueren Leser!

Wir sind wieder zurück 02.11.18

Wir haben beschlossen „Finnland2018“ auf einen „Erlebnisblog“ zu erweitern.

Kurzfristig (wie immer) beschlossen wir über ein verlängertes Wochenende nach Österreich zu fahren, um eine letzte Alpinerfahrung für diese Sommersaison mitzunehmen.

Wir fuhren (zur Abwechslung mal wirklich) mit dem Pick-up und der Wohnkabine (mit welcher es eigentlich nach Finnland gehen sollte, aber der TÜV uns einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte) und kurzen selfmade Autoreperaturen, nach Österreich (Tirol) um die etwas illegalen Wildcamperverhältnisse auf die Probe zu stellen. Der eigentliche Plan: 3 Tage, 2 Wanderungen mit eingeplantem Klettersteig.

Nach knapp einem Tag Vorbereitung und inzwischen wieder normal gewordenen Lichtverhältnissen, sind wir im Dunklen an einem einsamen Parkplatz angekommen und duften zu unserer Vergnügung feststellen, dass wir weder Strom noch eine funktionelle Heizung zu Verfügung hatten. Mit Decken und Hopfenreicher Unterstützung haben wir uns durch die Nacht gekämpft.

So machten sich die zwei schlotternden schlafbedürftigen „Schneemänner“ auf den Weg zur Lamsenspitze und durften durch mangelhafte Recherche feststellen, dass der Weg aufgrund der Jahreszeit bereits geschlossen war. Wir begaben uns auf die Suche nach einem Wohnmobilreperarutfachgeschäft. Nach einigen Telefonaten und einem ausgemachten Termin, stellten wir mit Erstaunen fest, dass die Heizung plötzlich einwandfrei funktionierte. Aus diesem Grund, hatten wir dann doch das Bedürfnis, noch eine Wanderung zu starten.

So fuhren wir nach Mittenwald und weiter. Dort fanden wir direkt an einem kleinen Bach, einen bombastisch einzigartigen Platz in Österreich. Wir werden morgen endlich unsere Tour angehen.

Bilder folgen.

Grüße gehen an alle treuen fabelhaft, fiebrigen Finnlandfollower.

Im Leben kommt es manchmal anders als erwartet… 09.08.18

Aufgrund einer erschütternden Nachricht, mussten leider alle zukünftigen Pläne gecancelt werden! Nichtsdestotrotz wollten wir unserer Finnlandreise noch ein Höhepunkt setzen! Also beschlossen wir unser übrig gebliebenes Geld, so richtig auf den Kopf zu hauen. Wir tauschten spontan Zelt und Isomatte gegen Luxushotel und Designerbett. Auf nach Helsinki!

Wir konnten zum Glück noch kurz nach 23:00 Uhr Einchecken, durften dann auch noch Ali’s Gefährt für 27€ die Nacht abstellen #mangönnstsichjasonstnichts. Der erste Versuch am selben Abend noch ein kühles Bier zu trinken ging nach hinten los, da es weder genügend offene Bars gab noch Alkohol, der wird nämlich ab 03:00 Uhr nicht mehr ausgeschenkt #einechterbayertrinktkeinlightbier. Der zweite Tag begann mit einem kurzen Workout im hauseignen Fitness (Ja sogar Lucca machte mal mit). Mit den kostenlos ausgeliehenen E-Bikes, konnte Helsinki und die Bars in Ruhe erkundet werden. Da der Preis für Alkohol in Finnland unfassbar teuer ist, wäre es spätestens nach diesem Tag nicht mehr möglich die Reise fortzusetzen. Um noch einen drauf zu setzten begaben wir uns abends in das Hotelrestaurant und genossen ein super leckeres Abendessen (auch das Trinken kam natürlich nicht zu kurz). Kleiner Tipp: wir befanden uns im 3stelligen Bereich. Kurzfristig wie wir sind, haben wir nach dem Essen noch schnell die Fähre gebucht und leider einen Namen durch die Autokorrektur vermasselt (1. Name: Lukas Engelmayer, 2. Name: Lukas Neu)…Am nächsten Morgen genoss Lukas’s das vielfältige Angebot der Entspannungsmöglichkeiten und der lichtscheue Langschläfer Lucca, ruhte noch ein wenig. Das billige Angebot der Fähre, lies nur eine Abendfähre zu und so hatten wir noch viel Zeit die schöne Stadt zu besichtigen.

Auch wenn jetzt alles vorbei ist, sitzen wir auf dem Schiff und verlieren uns in den Gedanken an diesen wunderbaren Roadtrip/Campingurlaub/Rentiere/Wanderungen/Sonnenuntergänge/24/7 Helligkeit/Kälte/Wind/Wärme und einfach eine unglaubliche Zeit! Finnland ist ein absolut wunderschönes Land welches gerade mit seiner Vielfalt an unterschiedlichen Aktivitäten punkten kann. Auf der einen Seite, die unverwechselbare Natur, die gerade von Lappland bis Mittelfinnland, sehr unbesiedelt ist und man dadurch als Wildcamper nur wenig Probleme hat. Das Land bietet mit seinen „Tausend Seen“ reichlich Möglichkeit zum Angeln sowie Kanu- und Bootstouren (leider haben wir dies zeitlich nicht mehr geschafft). Finnlands Nationalparks überzeugen meist mit guten Unterbringungs- und Versorgungsmöglichkeiten und bieten unzählige Varianten, die Natur auf eine neue Art und Weise kennen zu lernen.

Gerade die schweren Rucksäcke, die harten Nächte auf der Ismomatte, die Raumorganisation in Ali’s Gefährt und die ständige Suche nach einem neuen Platz ließen uns an unsere Grenzen stoßen. Doch das ist alles hinnehmbar wenn man daran denkt, Finnland in 6 Wochen komplett bereist zu haben und wir dabei unvergessliche Augenblicke dazu gewannen.

Auf der anderen Seite Finnlands Metropole Helsinki, die den kompletten Kontrast bietet und förmlich dazu Einlädt sein Geld für alle Aktivitäten zum Fenster rauswerfen zu wollen. Super Restaurant, tolle Bars und eine Menge Einkaufsmöglichkeiten, wo mit Sicherheit für jeden etwas dabei ist (außer Souvenirs) #sorryfamily.

Wir sind sehr dankbar über die Erfahrungen die wir machen durften und Finnlands Gastfreundlichkeit!